Zwei Schicksalsschläge an einem Tag

und plötzlich ist alles anders...

Therapie

Schreiben heilt / Schreiben hilft

Das Schreiben war schon immer ein Teil meines Lebens.

Es fing an in jungen Jahren mit dem berühmten Tagebuch, das ich übrigens nie habe sein lassen, es folgten kleine tierische Geschichten und nun der Blog, den ich aus der Not heraus ins Leben gerufen habe.

Seit meine zuvor stets heile Welt im April 2019 ohne Vorwarnung eingestürzt ist wie ein Kartenhaus, nutze ich meine Leidenschaft zum Schreiben als meine persönliche Therapie, die Einschläge zu verarbeiten.

Viele haben mich gefragt, wie ich diese zwei Schicksalsschläge auf einmal überhaupt verkraften werde.
Ehrlich? - Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht überschauen.
Mein ehemaliger Chef hat oft zu mir gesagt: "Alle haben behauptet, das gehe nicht. Dann kam die Ela, die wusste das nicht und hat es einfach gemacht."
Ich versuche, einfach weiter zu machen...

Das Schreiben meines Journals (tiefgründigere Form eines Tagebuchs) habe ich wieder ganz intensiv aufgenommen und es ist meine Art mit dem Schmerz und dem Verlust, der Trauer und auch meiner Krankheit fertig zu werden. Es hilft mir bei der Verarbeitung dieser Prozesse. Diese Art von Therapie nenne ich Journaltherapie. Schreiben heilt und hilft tatsächlich.

Die Journaltherapie ist ein wirkungsvolles Selbstcouching. Dadurch, dass ich mir meine Gedanken, Ängste, Erlebnisse und Gefühle von der Seele schreibe, lässt sich Vieles neu ordnen, begreifen und später auch zurückverfolgen.

In meinem privaten Journal muss ich mir keine Sorgen machen, was andere Leute denken, hier kann ich mich frei fühlen und meine eigenen Gefühle zum Ausdruck bringen. Ganz wichtig ist, dass man ehrlich zu sich selbst ist. Genau das ist Sinn und Zweck der Journaltherapie.

Einige fragen mich, ob ich in eine Psychotherapie gehe, so dass ich mit einem Therapeuten über die Geschehnisse reden kann. Doch darüber reden, sprechen, das kann ich momentan gar nicht - jedenfalls ist es tagesformabhängig. An einigen Tagen kann und will ich mich auch mitteilen, aber meist kommen mir die Tränen, die Stimme versagt und ich kriege keinen Ton heraus, kann so gar nicht mitteilen, was ich sagen möchte. Beim Schreiben ist das anders, da kommen mir zwar auch die Tränen, mein Hals schnürt sich zu, aber die Finger tippen einfach weiter und beim Schreiben ordne ich während meine Finger arbeiten meine Gedanken.

Viele von Euch geben mir immer wieder ein ganz tolles Feedback, das stärkt mich sehr.
Darin heißt es dann z. B., ich sei eine ganz starke Frau.
Das ist ein wundervolles Kompliment und es mag sich auch in meinem Blog ab und an so lesen, aber zwischen den Zeilen bin ich auch nur ich und ich bin oft sehr verzweifelt und die Trauer um meine geliebte Mum frisst mich manchmal auf.

Aber alles in allem hilft mir das Schreiben, weiterhin nicht in Panik zu verfallen.
Es hilft mir, Erlebnisse zu verstehen, Erfahrungen und Gedanken zu ordnen und zu sortieren,
Unbewusstes für mich zu erkennen, loszulassen oder mich einfach nur ein Stück weit selbst zu entlasten.
Schreiben hat diese therapeutische Wirkung auf mich. .....schon immer.


                                
 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

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