Zwei Schicksalsschläge an einem Tag

und plötzlich ist alles anders...

Schön, dass Du da bist auf meiner Lebensbühne!

(Das Leben ist ein Schauspielhaus - das Schicksal teilt die Rollen aus...)

 

10.11.2019

Nach Regen :-( folgt auch Sonnenschein :-)

20.09.2019

…das hat meine Ma schon immer gesagt.

Gestern war ich bei meinem Hausarzt zum Blutabnehmen. Auch wenn man im Tumorzentrum Essen der Meinung ist, dass es reicht, wenn die Blutwerte wieder Mitte Oktober kontrolliert werden, so halten es mein Arzt und ich es für “nicht unangemessen” die Werte auch “dazwischen” im Auge zu behalten. Leider werde ich das Ergebnis nicht vor kommenden Montag erhalten. Wobei ich sagen muss, dass es mir körperlich allgemein betrachtet genauso gut geht wie früher. Bisserl “Schnuppen” - aber ja, es ist Herbst. Und meine Lebensqualität lässt sich nicht immer unbedingt anhand von Werten messen.

In der Apotheke hatte ich ein gutes Gespräch, die nette Frau H. meint es gut mit mir und nimmt sich sehr viel Zeit. Auch sie sagt, dass mein kleiner blauer Ordnungshüter eben diese gewissen Nebenwirkungen (Schleimhäute, Haut, Haare, etc.) auslöst. So kann ich nur versuchen, die Veränderungen durch die richtige Pflege einzudämmen. Ich kaufte die nächste Creme, in der Hoffnung, dass sie auch das tut, was die Werbung verspricht. Es ist nämlich die, die der Haut hilft, sich selbst zu heilen…mit antiseptischem Wundheilkomplex (unbezahlte Werbung - Ihr wisst schon…)

Es ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn man des Morgens gähnend in den Spiegel schaut und einen Vampir vor sich sieht, dem das Blut an einer Mundecke herunterfließt. Die Protagonistin dieses Thrillers war ich selbst. Weil auch die Mundwinkel rissig werden, ebenso trocknen die Nasenschleimhäute aus….
Außerdem habe ich gestern nach einem halben Jahr wieder einmal Rechnungen für die Pfotenakademie Ruhrgebiet geschrieben. Herrlich! Und ich hoffe, dass es keine Klagen gibt, denn im Grunde habe ich diese nur nach vorhandener Teilnehmerliste geschrieben, unwissend, ob alles richtig notiert war; im Prinzip wie im Blindflug. Früher wusste ich, wer was wann und wie oft gebucht hat. Heute muss ich mich erst einmal wieder damit näher beschäftigen, damit ich den Überblick wieder bekomme. Doch es tut gut! Es lenkt ab und ich fühle mich dann wieder ganz “normal”. Das Leben hat mich wieder, bis der Moment kommt, an dem mein Hirn mir den Hinweis auf die letzten Ereignisse wieder frei gibt.

Diese Unbeschwertheit, die man als Kind erlebt - sofern man eine genauso glückliche Kindheit hatte, wie ich - wollte ich mir immer bewahren. Aber wie es im Laufe des Lebens halt so ist, es gibt Ereignisse, mit denen man als Kind nicht unbedingt konfrontiert wird, unschöne Erlebnisse und Rückschläge. Und genau das ist es, was uns hinterher - wenn man den steinigen Weg gegangen ist - stark macht. Sagt man zumindest. Es stimmt auch, ich weiß es aus eigener Erfahrung.

Blume.jpg
Das Herbstwetter ist wunderschön, wie gerne würde ich hinausgehen in die Sonne. Würde zum Friedhof laufen und …. - ach lassen wir das.

Mit offenen Schuhen zu laufen, da noch immer wunde Zehen (mittlerweile 5 von 10), ist bei der aktuellen Temperatur wohl etwas waghalsig. Aber immerhin kann ich noch laufen und habe 10 Zehen! (Ich möchte hier  auch mal das Positive wieder in den Vordergrund stellen!)  Und glücklicherweise fällt mir das Tippen mit wunden, aufgesprungenen Fingern nicht sehr schwer. Manchmal schmerzt es leicht, doch das gibt sich mit der Zeit und es ist doch schön, wenn man sie noch merkt, die Fingerchen. Sie sind noch da und sie funktionieren noch.

Ich habe schon so viel Elend gesehen und weiß von Vielen, deren Lebensweg der Krebs (welche Art auch immer) doch bei Weitem viel viel schrecklicher eingeschränkt und gar durchkreuzt hat.
Meine Nebenwirkungen kratzen ab und an ein wenig an meinem Ego. Äußerlichkeiten…. dazu gibt es einen wundervollen Eintrag meiner Freundin Danie in meinem Gästebuch. DANKE dafür! Das baut mich auf, das tut mir gut!

Prinzipiell aber bin ich heilfroh, ohne Chemo und stationärem Krankenhausaufenthalt, hier an meinem Schreibtisch mit Blick auf die herbstlich von Sonne bestrahlten (Achtung Wortspiel) Bäume blicken zu dürfen.

Michaela Schmidt - 16:44 | Kommentar hinzufügen

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