Zwei Schicksalsschläge an einem Tag

und plötzlich ist alles anders...

Schön, dass Du da bist auf meiner Lebensbühne!

(Das Leben ist ein Schauspielhaus - das Schicksal teilt die Rollen aus...)

 

10.11.2019

100. Jubiläum

26.09.2019

Gestern habe ich 100 Tage Freundschaft mit meinem kleinen blauen Ordnungshüter “gefeiert”. Und zudem feierte unsere Tochter ihren 25. Geburtstag.

Es macht sicherlich Sinn, dass ich damals noch nicht ahnen konnte, als man mich gegen 16 Uhr in den OP schob zum Notkaiserschnitt, dass ich genau 25 Jahre später zur exakt gleichen Uhrzeit einen Termin mit dem Gärtner am Grab meiner Ma habe.

Der Gärtner ist uns hier im Dorf natürlich nicht unbekannt, so sind unsere Kinder schon zusammen in Kirche, Kindergarten und Grundschule gegangen. Er war baff als er unsere Geschichte hörte. Doch ist es für ihn natürlich das “normale Geschäft” und so hat er natürlich auch schon die unglaublichsten Geschichten gehört.

Endlich konnte ich mich dazu durchringen, mich um die Gestaltung und Bepflanzung des Grabes zu kümmern. Es kostete mich einiges an Überwindung.

Aber jetzt bin ich sehr froh, das in den Griff bekommen zu haben. Und gut ist auch, dass der Gärtner sich noch an die Einzelheiten von vor gut 1 ½ Jahren vor Friedhelms Grab erinnert. So weiß er noch sehr genau um die damaligen Wünsche meiner Ma zur Gestaltung des Grabes Ihres Lebensgefährten, welche sie so dann letzten Endes doch nicht durchführen durfte…aus Sicht seiner Kinder, obwohl sie ihr die “freie Hand” darüber zuvor deutlich zugesagt hatten….ein entsetzliches Machtspiel…damit haben sie ihr die Möglichkeit zur freien Gestaltung und nicht zuletzt dadurch auch zur Trauerarbeit genommen; dabei waren sie selber doch so gut wie nie zugegen, als Friedhelm noch lebte….Wer kannte ihn und seine Wünsche also besser, wenn nicht sie als seine Lebensgefährtin, die 30 Jahre lang mit ihm Tisch und Bett teilte? ….aber lassen wir das.

Es hilft niemandem mehr. Für sein Gewissen ist jeder selbst verantwortlich.

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Von vielen Freunden, die meine Ma kannten, höre ich, dass sie das innige Verhältnis zwischen meiner Ma und mir immer bewundert haben.

Meine Ma passte auch irgendwie immer überall hin. Für meine Freunde war sie immer gleich die “Karin”. Jeden Spaß hat sie mitgemacht, hatte auch immer für Jeden ein offenes Ohr….

Warum mache ich mir doch mehr Gedanken um die verpasste letzte Zeit mit ihr und habe Schuldgefühle, vielleicht doch zu wenig auf das, was sie vielleicht zwischen den Zeilen äußerte, eingegangen zu sein,… anstatt an die schöne Zeit zu denken, die wir zusammen haben durften?

Michaela Schmidt - 16:52 | Kommentar hinzufügen

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