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Dass ich in meinem Alter noch Familienzuwachs bekomme, hätte ich im Leben nicht gedacht!

Aber Afatinib, meine Chemotablette (ja, ich weiß, das Wort Chemo gehört nicht in meinen Sprachgebrauch) macht es möglich. Und hier muss ich sagen, stimmt die Aussage, dass alles im Leben seinen Sinn hat, man erfährt nur meist erst später warum, bzw. welchen... - wenn ich jetzt mal das Positive aus meiner Krankheit ziehen möchte. Ich mag auch nicht immer alles ins Negative ziehen. Mein Krebs hat mir schon ein wenig die Augen geöffnet in Bezug auf die Wichtigkeit im Leben.

  • Versuche zuerst, es Dir selbst recht zu machen, bevor Du Dich verbiegst und es den Anderen recht machen möchtest.
  • Höre auf Deine innere Stimme.
  • Verlasse Dich stets zuerst auf Dich selbst.
  • Mache Dich selbst glücklich, denn das Glück wohnt in Dir.
  • Schiebe die Schult an Deinem vermeintlichen Unglück nicht auf andere Personen.
  • Mache Dich nicht abhängig von Anderen.

Ich könnte die Liste noch unendlich weit vervollständigen, aber ich schweife ab.....

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an meinen Aufruf auf Facebook und Instagram, in dem ich um Erfahrungsaustausch in Bezug auf die Chemotablette Afatinib (Giotrif) bat? Bislang hatte sich aber leider niemand dazu gemeldet, so dass ich schon aufgab.

Doch dann meldet sich eine Australierin, die nun mit Ihrer Familie in England lebt, über Instagram. Sie schreibt mir auf Englisch über dieses Tool und fragt an, ob ich Ihre Email bekommen hätte? Ich antworte nicht darauf. Das ist zwar so gar nicht meine Art, aber ich habe keine Email von ihr bekommen und ihr Instagram Konto ist auf Privat gestellt. Dazu muss ich sagen, dass ich im Laufe der Zeit auf Instagram immer mal wieder - und in letzter Zeit gehäuft - Spam-Anfragen erhalte, so ordne ich die Nachricht auch gleich in diese Kategorie ein. Punkt! Und vergessen!

Einige Wochen später erhalte ich erneut von ihr eine Nachricht über Instagram. Diesmal fragt sie direkt nach, ob ich noch immer Leute suche, die die gleiche EGFR Mutation haben wie ich. Da erst ist der Groschen gefallen und ich schreibe ihr direkt zurück.

Welch eine Freude diese virtuelle Begegnung auf beiden Seiten ist, kann ich kaum in Worte fassen!

Sie ist vor 5 Jahren an diesem Tumor erkrankt und hat seitdem nur eine ältere Dame kennengelernt, die ebenfalls die Chemotablette (sorry, den kleinen blauen Ordnungshüter) hat nehmen müssen.

Wir tauschen uns per Email aus, allerdings stehen wir erst am Anfang. Doch direkt ist uns beiden klar, wir haben auf beiden Seiten eine "Afatinib-Schwester" gefunden. Sie ist mir gleich sympathisch. Und sie ist in meinem Alter. Es gibt so viele Parallelen zwischen uns, das ist schon ein wenig unheimlich. Damit beziehe ich mich auf das Leben ansich, nicht nur auf die Krankheit. Die Nebenwirkungen beschreibt sie mir genau so, wie ich sie zur Zeit erlebe.

Ich freue mich sehr, dass sie mich angeschrieben hat!

Und ich danke meiner lieben Freundin und Chefin Pia von der Pfotenakademie, dass sie mich von Anfang an dazu ermutigt hat, diesen Blog öffentlich online zu stellen.

DANKE, Pia!

 

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