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16.10.2019 - Tag 2

 

Heute besuchen wir das nahe gelegene Einkaufszentrum zu Fuß.

Vom Klima her ist es sehr angenehm. Vor der Sonne schütze ich mich mit Sonnenhut, Tuch und langer Hose. Offene Schuhe sind ein Muss. Es geht nur mit Birkenstock-Sandalen (Achtung unbezahlte Werbung)...und leichten Baumwollhandschuhen, da nun auch die Finger seitlich an den Nagelbetten teilweise aufplatzen. Alles was ich anfasse, könnte zu Infektionen führen, da teilweise offene Stellen (auch an den Beinen) - nicht drüber nachdenken!! Öffentliche Toiletten betrete und benutze ich nur noch mit Handschuhen! Mit den Füßen muss ich aufpassen, dass mir keiner über die Zehen latscht (gut, das muss man im Normalfall ja sowieso)! 

 

Es ist auch nicht so voll dort. Es gibt kleine Imbissbuden, ähnlich wie im CentrO in Oberhausen. Allerdings doch sehr fastfoodmäßig.

Doch da entdecken wir ein kleines Restaurant, in dem wir Fisch mit Reis essen. Dazu ein alkoholfreies einheimisches Coral Bier. Köstlich! Und das für ganz wenig Geld.

 

Weiter geht es durch die Geschäfte, es gibt nicht viele, dafür halt die Markenketten, die wir in Deutschland auch haben, nur mit anderem Sortiment. Obwohl es hier auf Madeira mit den Temperaturen nie weiter als 10 °C (nachts) herunter geht, kann man hier auch leichte Wintermäntel kaufen. Vermutlich ist dieses Einkaufszentrum vorrangig aber doch dem Tourismus gewidmet.

 

Beim Betrachten des Sortiments und dem Einkaufswahn so mancher Menschen, kommt mir immer wieder die plötzliche Wende meines Lebens und die Endlichkeit in den Sinn. Früher dachte ich immer: “für immer”..... 

Obwohl es hier auf Madeira so wunderschön ist, gibt es für mich auch sehr viele traurige und tränenreiche Augenblicke. Auch beim Bummel durch dieses Einkaufszentrum….ich kann es nicht aufhalten. Die Gedanken um Verlust und Tod, sprich auch die eigene Endlichkeit sind überall. Was ich anfangs als kalten Schockzustand erlebt habe, tritt nun qualvoll hervor und ist durch nichts aufzuhalten.

 

Wir kaufen nichts und gehen weiter durch den Ort, an der Strandpromenade entlang. Strand gibt es hier nicht so wirklich, nicht so wie wir es kennen. Hier gibt es Lavagestein. Doch man kann wunderschön durch die Weite des Blütenmeers spazieren.

Vorbei an einem ehemaligen Kohlenlager schauen wir den Anglern beim Fischen zu.

 

 

Abends holen wir uns ein Eis, diesmal für jeden von uns eine Kugel im Hörnchen und selbst die ist kaum zu schaffen.

Wie oft habe ich im Urlaub oder auch zu anderen Gelegenheiten mehr oder weniger dahingesagt: “Hach, was geht es uns doch gut!" Heute wird mir die Bedeutung dieses Satzes erst bewusst.

 

Einen Supermarkt gibt es hier an jeder Ecke, so decken wir uns erst einmal ein mit alkoholfreiem Bier, Wasser und Salzgebäck.

Früher hätten wir uns mit Wein und “echtem” Bier versorgt. 

Die Zeiten ändern sich. 

 

Abends im Bad wasche ich meine Füße und will sie anschließend mit antiseptischem Mittel aus der Sprühflasche benetzen. Den Druck auf den Pumpkopf des Zerstäubers hält mein rechter Zeigefinger nicht aus und Blut spritzt und tropft heraus in die weiße Badewanne. Ehrlich? Das Lachen ist mir in dem Moment ordentlich vergangen…. In solchen Momenten ist Schluß mit lustig!!!

 

Weisheit des Tages: Auch ohne Alkohol kann man einen Urlaub sehr gut genießen.

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