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22. September 2019

 

Gerade fand ich beim Aufräumen Deine letzten Weihnachtswünsche an uns.

Die beiden Karten lagen noch auf meinem Schreibtisch.

In meine Karte hast du zusätzlich noch ein Bild geklebt von mir am Computerbildschirm sitzend aus meiner Ausbildungszeit. 

Lang, lang ist es her, hast du darunter geschrieben und mir für das Jahr 2019 viel Gesundheit gewünscht. 

Mir kommen die Tränen und ich muss aufpassen, dass sie nicht auf die Karte tropfen.

Ist es gut, dass Du nicht mitbekommen hast, dass Dein Wunsch auch bei mir nicht in Erfüllung gegangen ist?

Wenn ich doch nur noch einmal Deine Hand halten könnte. Einmal Dein Lachen hören, Dich einmal umarmen dürfte.

Stattdessen schaue ich auf die kalte Erde und stehe vor Deinem Grab. Obwohl wir Dir ständig Blumen bringen, wirkt es kahl.

Das hättest Du nicht gewollt. Ich muss die Grabpflege organisieren - aber ich kann es nicht.

Mir schnürrt die Kehle zu, wenn ich das erforderliche Telefonat führen möchte.

Es geht nicht.

Es kostet Überwindung.

Ich habe dazu keine Kraft.

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